Vorsorgeuntersuchung von Schlaganfall

Darum ist eine Schlaganfall Vorsorge wichtig

Viele Menschen machen sich Sorgen, an einem Herzinfarkt zu sterben oder einen Schlaganfall zu erleiden. Wenigen ist jedoch bewusst, dass hinter einem Herzinfarkt oder einem Schlaganfall oft defekte Blutgefäße stecken.

 

Angetrieben vom Herzschlag strömt das Blut durch die Adern bis in jede Zelle und versorgt sie mit Nährstoffen und Sauerstoff. Venen transportieren das „verbrauchte“ Blut wieder zurück zum Herzen. Ist eine Ader verstopft, droht schnell eine Gefahr für jedes einzelne Organ, was lebensgefährlich sein könnte.

 

Eine schleichende Entwicklung der Erkrankung lässt die Betroffenen meist längere Zeit keinerlei Beschwerden spüren. Die Symptome – wie Schmerzen – treten meist erst in vorangeschrittenen Stadien auf.

 

Durch falsche Ernährung und einen ungesunden Lebensstil erhöhen viele Menschen ihr Risiko zu erkranken. Zusätzlich spielt eine familiäre Vorbelastung eine gewisse Rolle.

Mögliche Ursachen für Bluthochdruck:

Ein erhöhter Blutdruck (arterielle Hypertonie) ist eins der Risiken für Gefäßleiden, da er auf Dauer die Adern schädigt. Größere Adern können sich ausdehnen, dadurch entsteht eine Aussackung (ein Aneurysma) und kleinere Adern können platzen.

 

Besonders gefährlich ist es bei der Hauptschlagader (Aorta). Durch Überlastung erweitert sich das Gefäß. Dadurch kann es reißen und der Betroffene kann verbluten.

 

Ab einem Durchmesser von 3 cm sprechen Ärzte über ein Aneurysma der Hauptschlagader (Aortenaneurysma).

 

In Deutschland leiden ab dem 65. Lebensjahr ca. 5% der Menschen an einer Aussackung der Hauptschlagader. Männer sind häufiger betroffen als Frauen. Mit einer Ultraschalluntersuchung kann schmerzfrei ein Aneurysma ausgeschlossen oder früh erkannt werden.

Sind Ihre Schlagadern schon betroffen?

Hat sich diese Erkrankung schon bei Ihnen eingeschlichen?

 

Um diese Frage zu klären, lassen Sie einen Check-up der Blutgefäße durchführen. Bei einem Vorsorgetermin werden eventuelle Gesundheitsrisiken schon frühzeitig entdeckt.

Bei dauerhaft erhöhten Blutfetten (Hypercholesterinämie) bilden sich fettige Streifen an der Gefäßwand. Diese Streifen führen zur Verdickung der Wand (frühes Stadium der Erkrankung) und zu einer chronischen Entzündung.

 

In fortgeschrittenen Stadien entstehen sogenannte Verkalkungen (Plaques). Diese können den Blutfluss zu den Organen verhindern und ein Absterben von Gewebe verursachen, man spricht auch von einem Infarkt.

 

Etwa 20% der über 60-Jähringen leiden an einer peripheren arteriellen Verschlusskrankheit (pAVK), Verkalkung der Schlagadern (Arteriosklerose).

Schon sehr kleine Gefäßveränderungen in den Beinschlagadern lassen sich mittels Ultraschalluntersuchung (B-Bild-Sonographie und Duplexsonographie) und spezieller Messungen wie Doppler-Druckmessungen, Pulswellenkurven (Oszillographie) erkennen und durch eine Lebensstiländerung behandeln.

 

Die Durchblutungsstörungen sind meist nicht nur auf eine Stelle in einer Arterie beschränkt. Das Gefäßsystem ist groß und periphere Gefäße gibt es überall im Körper: Es handelt sich hierbei um eine systemische Erkrankung.

Darum ist eine Schlaganfall Vorsorge wichtig

Mittels Ultraschalluntersuchung können schon in frühen Stadien die Gefäßwandverdickungen in der Halsschlagader feststellt und ein Auftreten einer schwerwiegenden Erkrankung (Schlaganfall) verhindert oder rechtszeitig behandelt werden.

Intima-Media-Messung der Halsschlagader:

Als Intima wird die innere Schicht und als Media die mittlere Schicht der Gefäßwand einer Schlagader (Arterie) bezeichnet.

 

Die Dicke der beiden Schichten beträgt bei jungen Menschen 0,5 – 0,7 mm. Ab dem 40. Lebensjahr nimmt die Dicke dieser Schicht alle zehn Jahre um weitere 0,1 mm zu. Bei gesunden älteren Menschen misst diese Schichtdicke bis zu 0,8 mm.

 

Durch die Messungen der Intima-Media-Dicke der Halsschlagadern mit hochauflösendem Ultraschall lassen sich Veränderungen der Gefäße frühzeitig beurteilen. Ab 1,0 mm ist die Dicke krankhaft erhöht. Je dicker die Intima-Media-Schicht ist, umso höher ist das Risiko für einen Herzinfarkt und Schlaganfall.

Verschiedene Studien haben bewiesen, dass inaktive, gestresste oder übergewichtige Menschen eine deutlich dickere Intima-Media-Dicke aufweisen, als körperlich aktive und ausgeglichene Menschen, die sich richtig ernähren.

 

Die Messung der Intima-Media-Dicke ist schnell und schmerzfrei. Sie wird beidseits an den Halsschlagadern durchgeführt.

 

Menschen mit bestimmten Erkrankungen, wie z.B. Schlaganfall oder Herzinfarkt, Diabetes mellitus, erhöhtem Blutdruck, erhöhter Blutfette sowie Übergewicht, sollten regelmäßig die Dicke der Intima-Media der Halsschlagadern messen lassen.

Schlaganfall Vorsorgeuntersuchung im Überblick

Es werden Halsschlagadern, Hauptschlagader, Leisten-  und Beinarterien untersucht.

 

Besteht bei Ihnen ein Risiko für eine Thrombose oder Krampfadererkrankung, werden ergänzende Venenuntersuchungen und Bestimmungen der entsprechenden Blutwerte durchgeführt. 

 

Im Anschluss erfolgt eine ärztliche Besprechung Ihrer Befunde und des Risikoprofils für eine Arteriosklerose. In der Beratung werden ausführlich vorbeugende Maßnahmen  erklärt und empfohlen. Bei medizinischer Indikation und erhöhtem Risiko einer Arteriosklerose werden Kontrolluntersuchungen empfohlen.

 

Alle Untersuchungen lassen sich schmerzfrei und risikolos ambulant durchführen.

Je nach Untersuchung liegen die Kosten zwischen 200€ und 500 € für einen Check-up.
Die Blutwerte werden extern berechnet, dazu erhalten Sie eine separate Rechnung.

 

Die privaten Krankenkassen übernehmen die Kosten, gesetzlich Versicherte zahlen die Untersuchung selbst.

Sie haben die Möglichkeit bequem mit der EC-Karte direkt in der Praxis zu zahlen oder Sie erhalten von uns eine Rechnung. 

 

Kennen Sie Ihre Risiken für Gefäßerkrankung?

Lassen Sie sich in unserer Praxis GefäßGesund untersuchen und ausführlich beraten.

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